Gleichberechtigung? Am Arsch!

Hinweis vor dem Lesen:

Bevor gleich wer meckert, das es ja nur ein Text voller Gejammer sei.

NEIN ist es nicht. Es ist ein Gedankenanstoß und MEINE Gedanken zu dem Thema. Das Gleichberechtigung in BEIDE Richtungen gehen muss.

 

 

Gleichberechtigung ist etwas, was ich immer schon befürwortet habe. Egal ob es um Geschlechter, Religion oder sexuelle Orientierung ging. Frauen sollten eben so viel wie Männer für die gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommen. Jede Religion sollte gleich angesehen und beachtet werden. Ebenso soll jede sexuelle Orientierung, Körperempfinden oder Ehe gleichgestellt sein. Also komplette Gleichberechtigung.

Jetzt komme ich aber zu dem großen ABER. Das heißt auch wirkliche Gleichberechtigung. Zu der Zeit, als ich zur Bundeswehr musste regte es mich auf, dass Frauen später hin DURFTEN. Männer MUSSTEN. Wieso? Frauen hatten geklagt, weil sie auch wollten. Das ist richtig und gut so. ABER es hätte so sein sollen, dass Frauen dann MÜSSEN. Entweder im Wehrdienst oder aber Zivildienst. DAS wäre Gleichberechtigung gewesen. Aber nein, das war ja nicht gewünscht.

Was jetzt vielleicht klingt wie der Anfang eines großen Gejammers oder beleidigt sein, weil Frauen in die „Männerdomäne“ eindringen, ist so nicht gedacht. Also vergesst den Gedanken und lest erst zu Ende was ich denn wirklich sagen will. Es steht hier nichts zwischen den Zeilen oder ist anders gemeint als geschrieben. Immer daran denken!

Wie gesagt, ich bin für vollkommene Gleichberechtigung. Doch das gilt in beide Richtungen. Gerne wird Gleichberechtigung als „Ich will mehr Rechte als Pflichten“ verstanden. Doch das ist weder der Gedanke noch der Sinn von GLEICHberechtigung.

Nehmen wir doch mal ein einfaches Beispiel, das viele kennen.

Eine Stelle im Büro wurde ausgeschrieben und es bewerben sich 10 Leute. Bei diesen 10 Leuten sind 2 Top und passen perfekt. Sie sind exakt gleich qualifiziert. Diese 2 Personen sind 1 Mann und 1 Frau. Soweit so gut. Doch jetzt kommen wir zu dem, wo es unfair wird und weit entfernt von Gleichberechtigung ist. Es gibt eine Aussage für Personaler, die mich immer wieder brechen lässt. „Bei gleicher Qualifikation ist eine Frau zu bevorzugen.“ Das heißt, bei 2 exakt gleich qualifizierten Bewerbern hat die Frau eingestellt zu werden und nicht der Mann. Das ist keine Gleichberechtigung, weil bei dieser Aussage alle nicht relevanten Gründe für eine Einstellung ausgeblendet werden soll.

Ebenso die Frauenquote. Ich verstehe das Prinzip dahinter sehr wohl, aber die Art der Umsetzung ist eher bescheuert. In gewissen Positionen und auch in Firmen allgemein müssen X% Frauen sein. Gut und schön. Aber was ist, wenn die Frauen dafür nur begrenzt oder schlechter qualifiziert sind als Männer? Das ist dann völlig egal, weil die Quote muss ja erfüllt werden. Umgekehrt gibt es keine Männerquote in Berufen, die als „Frauenberufe“ gelten. Da sagt keiner dass es ja unbedingt X% Männer sein müssen.

An diesen Beispielen wird klar, dass es mit der echten Gleichberechtigung manchmal gar nicht so gut umgesetzt ist. Oder auch einfach: Es gibt keine wirkliche Gleichberechtigung in manchen Dingen. Nicht weil sie nicht umsetzbar wäre, sondern weil sie schlicht einfach nicht gewünscht ist. Und zwar von beiden Seiten.

 

Dieser gesellschaftliche Missstand war aber gar nicht meine Intention für diesen Text. Sonst müsste ich noch viele Seiten mehr dazu schreiben und würde dennoch nicht über ein Aufzählen und anreißen der Problematik hinaus kommen.

Mein Problem war eher ein Anderes. Wieder einmal ist mir aufgefallen, dass selbst in Kleinigkeiten eine Ungleichberechtigung herrscht.

Wieder einmal ein kleines Beispiel.

Frau und Mann sitzen beim Fernsehen. Er findet die Werbefrau attraktiv und sagt das auch. Diese Aussage ist nicht wertend über seine Frau gemeint, sondern einfach nur ein schlichtes „Sie sieht gut aus.“ Nicht mehr und nicht weniger. Nun kann es passieren das daraus eine Grundsatzdiskussion über die Realität wird, mit diversen Vorwürfen dass er doch ein unrealistisches Frauenbild hätte oder zumindest die Werbung ein solches vermittelt. Ja, die Werbung vermittelt ein unrealistisches Körperbild. Aber nicht nur das der Frauen.

Schaut euch doch einfach mal an, wie Männer in Filmen, Serien und vor allem der Werbung dargestellt werden. Es ist auch nicht besser. Männer müssen trainiert, sportlich, muskulös und immer „hübsch“ sein mit vollem Haar oder einer Glatze, wenn das Haar mal nicht voll ist. Wir Männer müssen alles können und sowohl Weiberheld, als auch treuer „Hund“ sein und die Frau auf Händen tragen, aber dennoch ein Macho sein. Dieser Druck und das unrealistische Bild, was von Frauen bemängelt wird, wird auch auf Männer angewendet. Aber wenn Man(n) da was sagt wird man belächelt. Immerhin soll man sich einfach nicht so anstellen.

In der Werbung wird einen vom (ehemals) dicken Tanzlehrer ausm Osten Detlef D! Soost erklärt, das man nur sexy sei wenn man abnimmt oder Muskeln aufbaut. Und auch alle anderen Werbepappnasen erzählen einem das man abnehmen, Muskeln aufbauen oder Schminke XY braucht. Das man erst glücklich UND SCHÖN sei, wenn man dem Werbeideal entspricht.

Das ist jedoch Schwachsinn. Das weiß jeder, der etwas nachdenkt. Aber ebenso Schwachsinn ist es, das es nur für Frauen unfair und unrealistisch ist. Wir Männer werden ebenso in unrealistische Rollenbilder gepresst und sollen sie erfüllen. Sowohl optischer Natur, als auch in Verhalten und Emotionen.

Aber beschweren darf sich da nur die Frau. Der Mann hat sich nicht zu beschweren.

Ein Kommentar zu „Gleichberechtigung? Am Arsch!

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